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Frankfurt am Main, 12.05.2016

Berater sehen wenig Potenzial am Aktienmarkt

Inside Anlageberatung

Renditeerwartungen von Neuinvestments sinken deutlich +++ Hohe Risikoabsicherung steht im Fokus +++ DERICON Risikoindex zeigt Rekordunsicherheit +++ Differenz zwischen amerikanischen und europäischen Puffern auf Rekordtief +++ Erwartete Indexhöchststände in 12 Monaten: DAX®: 10.340 Punkte und EuroStoxx 50®: 3.250 Punkte

Die anhaltenden Marktschwankungen führen zu einer erheblichen Vorsicht auf Seiten der Berater und Vermögensverwalter. Der DERICON Risikoindex als Indikator für das erwartete Risiko zeigt, dass Private Banking Experten für jeden Renditeprozentpunkt aktuell mehr als das Dreifache an Absicherung verlangen. Mit einem Wert von 3,1 notiert der Index auf einem neuen Höchststand und erstmals über der Marke von drei Punkten.

Die verhaltene Markterwartung spiegelt sich auch in den Renditeparametern der gekauften Produkte wider. Daraus abgeleitet sehen die Experten beim DAX® auf Jahressicht lediglich Luft bis zur Marke von 10.340 Punkten und erwarten beim EuroStoxx 50® einen maximalen Zuwachs auf 3.250 Punkte. Produkte mit geringem Renditepotenzial und hoher Absicherung bleiben gefragt. Die durchschnittliche maximale Renditechance fällt deutlich auf 6,4 Prozent (Vormonat: 8,1 Prozent). Knapp zwei Drittel der Neuinvestments generiert im Idealfall sogar deutlich weniger als sechs Prozent Rendite. Gleichzeitig steigen die endfälligen Risikopuffer der Neuinvestments mit durchschnittlich 19,0 Prozent auf ein neues Allzeithoch. Mit Blick auf den DAX® rechnen die Investment Professionals mit einem Rückschlagspotenzial bis an die Marke von 8.000 Punkten. Beim europäischen Leitindex wird der Boden bei 2.450 Punkten erwartet.

Zwischenzeitliche Kursturbulenzen beunruhigen Berater dabei offenbar weniger. Während die Absicherung bei Aktienanleihen und Discountzertifikaten auf einen neuen Rekordstand steigt (19,0 Prozent) werden die Risikopuffer von Bonusstrukturen sukzessive abgebaut und betragen im Mittel 24,4 Prozent. Die aktuelle Differenz zwischen europäischen und amerikanischen Puffern von 5,4 Prozent ist die geringste seit der Erstauflage von Inside Anlageberatung vor zwei Jahren.

Bei den beliebtesten Basiswerten erholt sich der DAX® von seinem Tiefstand. Mit einem Anteil von 21,2 Prozent legt der Index um rund sechs Prozentpunkte zu. Spitzenreiter bleibt der EuroStoxx 50® mit 34,5 Prozent. Unter den Top-3 Einzelwerten sichert sich BMW (3,8 Prozent) Rang eins gefolgt von Deutsche Bank (2,9 Prozent) und Daimler (2,9 Prozent).

Weitere Analysen und ausführliche Darstellungen der Ergebnisse erhalten Sie unter: sebastian.gertler.