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Frankfurt am Main, 09.06.2015

Investmentprofis rechnen mit weiteren Kursschwankungen

Inside Anlageberatung

Neuer DERICON Risikoindex signalisiert im Mai erneut defensiveres Anlageverhalten. Maximalrenditen der Neuinvestments auf Rekordtief. EuroStoxx 50® behauptet sich als beliebtester Basiswert. Berater erwarten DAX® auf Jahressicht zwischen 10.400 und 12.200 Punkten.

Die zuletzt starken Kursschwankungen an der Börse sorgen für anhaltende Skepsis und eine defensive Anlagepolitik bei den Investmentprofis. Als Indikator für die Risikobereitschaft der Private Banking Experten veröffentlicht DERICON ab sofort monatlich den DERICON Risikoindex. Als Verhältnis von Risikopuffer und Renditechance der tatsächlich gekauften Produkte gibt der Index an, wieviel Prozent Absicherung die Berater aktuell für ein Prozent Renditechance verlangen. Als Basis der Erhebung dienen die realen Käufe in Discountzertifikaten, als mit Abstand umsatzstärkste Produktgattung. Im Mai steigt das Barometer um 0,2 Punkte auf 2,7 Punkte und signalisiert damit eine vorsichtiger werdende Investmentausrichtung.

Zu Gunsten der Absicherung senken Berater im Mai gezielt die Ertragsaussichten und setzen auf Produkte mit geringerer Performancechance. Die durchschnittliche Maximalrendite der Neuinvestments liegt bei 4,1 Prozent und damit auf einem Allzeittief. Im Vergleich zum Vormonat geben die Renditen sogar nochmal um 2,8 Prozentpunkte nach.

Mit Blick auf die Marktentwicklung der kommenden 12 Monate bleiben die Berater dennoch grundsätzlich optimistisch. Der aus den Produktkäufen abgeleitete erwartete Höchststand für den DAX® liegt bei rund 12.180 Punkten. Im Durchschnitt rechnen Berater dabei mit einem maximalen Rückschlagspotenzial bis auf ca. 10.360 Punkte. Discountzertifikate bleiben bei der Umsetzung der Anlagestrategie das mit Abstand beliebteste Instrument. 67,9 Prozent des neu angelegten Volumens in Zertifikaten entfallen im Mai auf die Rabattpapiere. Auf Platz zwei mit 11,1 Prozent liegen Capped Bonuszertifikate, gefolgt von Aktienanleihen, die mit einem Anteil von 7,7 Prozent erstmals unter die Marke von zehn Prozent fallen. Als gefragtester Basiswert kann der EuroStoxx 50® seine Spitzenposition im Mai auf einem Marktanteil von 42,6 Prozent ausbauen. Der deutsche Leitindex fällt hingegen knapp unter die Marke von 20 Prozent (18,9 Prozent). Angeführt wird das Feld der Einzelwerte von Bayer (4,3 Prozent) gefolgt von BASF (3,7 Prozent) und Volkswagen (3,6 Prozent).

Weitere Analysen und ausführliche Darstellungen der Ergebnisse erhalten Sie unter: sebastian.gertler.