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Frankfurt am Main, 09.12.2015

Private Banker gehen vorsichtig ins neue Börsenjahr

Inside Anlageberatung

Mehr als 60 Prozent der neu investierten Kundengelder entfallen auf DAX ®und EuroStoxx 50® Produkte +++ Discountzertifikate aktuell mit Abstand wichtigste Produktgattung im Private Banking +++ DERICON Risikoindex signalisiert abwartende Haltung der Anlageprofis +++ Kurze Anlagehorizonte kaum noch gefragt +++ Berater erwarten DAX® auf Jahressicht zwischen 9.700 und 11.500 Punkten

Anlageberater setzen zum Jahresende verstärkt auf indexbasierte Anlageprodukte. Rund zwei Drittel der im November im Beratungsgeschäft und in der Vermögensverwaltung investierten Gelder entfallen auf EuroStoxx 50® (36,6 Prozent) und DAX 30® Zertifikate (25,0 Prozent). Beliebtester Einzelwert ist die wiedererstarkte Aktie von Volkswagen. Mit einem Anteil von sechs Prozent rangiert der Autobauer auf Platz eins der beliebtesten Aktien gefolgt von Bayer (3,0 Prozent) und Daimler (2,9 Prozent).

Mit Blick auf die erwartete Marktentwicklung bleiben die Berater zurückhaltend. Der DERICON Risikoindex gibt im November leicht auf 1,9 Punkte nach und signalisiert damit eine nahezu unveränderte Risikohaltung. Investmentprofis sind folglich aktuell noch nicht bereit, wieder in offensivere Anlageprodukte zu investieren. Die durchschnittliche Renditechance der gekauften Produkte liegt mit 6,9 Prozent knapp einen halben Prozentpunkt unter dem Wert des Vormonats. Auf Jahressicht sehen Berater beim DAX® ein Rückschlagpotenzial bis auf 9.700 Punkte und beim EuroStoxx 50® bis zur Marke von 3.100 Punkten.

Der Anteil kurzlaufender Produkte mit einer Restlaufzeit von weniger als sechs Monaten verliert an Bedeutung. Während im Oktober noch jedes vierte Papier mit sehr kleinem Anlagehorizont ausgestattet war, sind es aktuell nur noch rund 15 Prozent.

Bei den gekauften Produktgattungen untermauern Discountzertifikate Ihren Rang als wichtigstes Investmentvehikel in der Beratung. Die Rabattpapiere legen um mehr als zehn Prozent zu und vereinen fast 70 Prozent der Neuinvestments auf sich. Aktienanleihen mit fixem Kupon (12,7 Prozent) und Capped Bonuszertifikate (3,7 Prozent) sinken in der Gunst der Investoren. Überraschenden Zulauf erhalten klassische Bonuszertifikate ohne Renditebegrenzung mit denen Berater gezielt auf eine mittelfristige Erholung im EuroStoxx 50® setzen.

Weitere Analysen und ausführliche Darstellungen der Ergebnisse erhalten Sie unter: sebastian.gertler.